Fingerabdrücke werden als Beweismittel anerkannt
Die wohl bekanntesten Beweismittel in Strafprozessen sind die Fingerabdrücke. Bereits seit 1897 haben sie ihren Siegeszug angetreten, denn zu dieser Zeit konnte das weltbekannte Institut Scotland Yard den ersten Verbrecher anhand seiner Fingerabdrücke fassen. Seitdem ist sind Fingerabdrücke aus keiner kriminalistischen oder detektivischen Ermittlungsarbeit mehr wegzudenken.
Diese Merkmale eines jeden Menschen sind so einmalig, dass sie auch tatsächlich und absolut ohne Zweifel zum richtigen Täter führen. So haben beispielsweise nicht einmal eineiige Zwillinge identische Fingerabdrücke - maximal bei den sehr selten auftretenden eineiigen Drillingen, Vierlingen oder Fünflingen sind die jeweiligen Fingerabdrücke kaum zu unterscheiden, obwohl auch hier oft noch kleinste Unterschiede vorhanden sind, glaubt man der Meinung der Experten. Durch diese Einmaligkeit der Fingerabdrücke eines jeden Menschen, sind sie also zu einem der wichtigsten Beweismittel in der heutigen Kriminalistik geworden. Besonders nach den bekannten Anschlägen des 11. September 2001 wurde auch viel darüber diskutiert, die Fingerabdrücke mit in den Ausweis aufzunehmen. Allerdings wäre der Bürger dadurch in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt worden, was diese Maßnahme also auch auf sehr viele Gegner stoßen ließ.
Besonders wichtig sind die Fingerabdrücke heute auch im Wirtschaftsbereich geworden, allerdings erst seit Einführung der modernen und leistungsfähigen Computer. So werden beispielsweise Personen, die einen sensiblen Unternehmensbereich betreten wollen, erst einmal ihre Hand auf einen Handleser legen müssen. Hier wird dann der Mitarbeiter anhand seiner Fingerabdrücke identifiziert und festgestellt, ob er über eine Zugangsberechtigung zu dem jeweiligen Bereich verfügt, oder nicht.
Mittlerweile sind diese Geräte sogar bereits so weit entwickelt, dass sie mit Temperatursensoren ausgestattet sind. Versucht nun also jemand, die Fingerabdrücke eines Zugangsberechtigten zu kopieren, können die Geräte feststellen, ob hier eine tatsächliche menschliche Hand aufgelegt wurde oder eben nur ein “Dummy”. Aber auch in der polizeilichen Datenbank, die mehr als drei Millionen Fingerabdrücke beinhaltet, spielen die modernen Technologien eine große Rolle. Schließlich kann kein Beamter drei Millionen Fingerabdrücke miteinander vergleichen. Allerdings wirft der Computer dann auch immer noch 10 bis 100 verschiedene Fingerabdrücke aus, die zu dem am Tatort gefundenen passen. Diese müssen dann trotz der modernen Technik noch manuell miteinander verglichen werden, so dass der Mensch bei der Prüfung der Fingerabdrücke noch lange nicht ersetzt werden kann.
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