Erfurter Privatdetektiv plaudert aus dem Nähkästchen

{ Posted on Jul 03 2010 by Redakteur }
Categories : Privatdetektiv

Der in der thüringischen Landeshauptstadt wohnende Detektiv Andreas Helmis, weiß um die Vorurteile, die aufkamen als die Mitarbeiter von Telekom, Bahn oder dem Lebensmitteldiscounter Lidl bespitzelt worden. Seit dieser Zeit haben allgemein die Detektive ein schlechtes Image erhalten. Zwar bewegt sich ein Detektiv schon des Öfteren einmal in der Grauzone zwischen Recht und Unrecht, doch muss auch er sich an die Gesetze halten und besitzt nicht mehr Rechte, als jeder andere Bürger.

Erst im vergangenen Jahr im April wurde der Detektiv Andreas Helmis von einem besorgten Vater engagiert. Dessen Ex-Frau war sozusagen von einem Tag auf den anderen mit dem gemeinsamen Sohn verschwunden. Der 55-jährige Detektiv aus Erfurt recherchierte und spürte Mutter und Sohn in einem entlegenen Bungalow auf. Dort gingen mehrere Männer mit einem südländischen Aussehen ein und aus. Einer dieser Männer ging allein mit dem Sohn des Auftraggebers eines Tages nach Düsseldorf und flog von dort aus nach London. Wie sich später herausstellen sollte, war es der neue Lebensgefährte der Ex-Frau. Der Vater wollte seinen Sohn unbedingt wieder nach Deutschland zurück holen, denn er befürchtete das Schlimmste. Sogar eine Entführung zog der Auftraggeber in Betracht. Allerdings konnte ihn der Detektiv davon abhalten, sondern griff stattdessen in seine große Trickkiste.

Andreas Helmis sprach einen Bewohner in der Straße an, der des Öfteren aus dem Fenster sah. Dabei erklärte er ihm, dass es in der Straße in naher Zukunft zu einem Überfall kommen soll, wie er aus sicherer Quelle gehört hätte und der freundliche Nachbar sollte sich doch melden, wenn ihm etwas Ungewöhnliches auffallen sollte.

Im geparkten Auto warteten der Detektiv und der besorgte Vater bis der Mann mit dem Jungen aus dem Haus kam. In diesem Moment stiegen beide aus dem Fahrzeug und verwickelten den Mann, der aus Rumänien stammte, in ein Gespräch und zogen dabei den Jungen auf ihre Seite. Die aufmerksamen Nachbarn in der Straße sahen das Schauspiel und schlugen sogleich Alarm und riefen nach der Polizei, die den Detektiv, den Vater und Sohn festnahmen und mit auf das Revier nahmen. Genau dieses Desaster hatte Andreas Helmis beabsichtigt.

Am nächsten Tag standen der Detektiv und der Vater vor Gericht und konnten die Situation aufklären. Der Vater hatte alle relevanten Papiere, die die deutschen Ämter ausgestellt hatten, mit im Gepäck und so konnte alles schnell aufgeklärt werden.

In Deutschland wurde dem Vater des sechsjährigen Jungen das alleinige Sorgerecht zugesprochen. Inzwischen ist er dem Detektiv aus Erfurt für sein umsichtiges Verhalten dankbar, dass dieser sich an Recht und Ordnung gehalten hatte.

Die Arbeit eines Detektivs ist nicht immer leicht zu bewältigen, denn auch dieser Berufsstand muss sich an die geltenden Gesetze für Privatpersonen halten und hat keine rechtlichen Befugnisse, wie etwa die Polizei. Des Öfteren bewegen sich die Detektive auf einem sehr schmalen Grat zwischen Recht und Unrecht, dabei können unter Umständen einige Tricks ganz hilfreich sein.

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